Aussicht vom Heuberg auf das Inntal

Der Heuberg zur Zeit der Krokusblüte

Heuberg:  1338 m mit Wasserwand 1367 m und Kitzstein 1398 m

Talort: Nußdorf, Wanderparkplatz 500 m vor Gasthaus Duft

Höhenmeter: nur Heuberg ca. 550 m

Zeit: Aufstieg 1,5 Stunden, Abstieg 1 Stunden (mit Kindern länger

Beste Zeit: ganzjährig auch als Wintertour

Charakter: Einfache Bergwanderung auf einen wunderschönen Aussichtsberg. Bestens auch für Kinder geeignet. Für Wasserwand ist Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich

Ausrüstung: einfache Bergausrüstung

Der Heuberg mit seiner Höhe von 1338 Metern ist einer der Münchner Hausberge und lädt im Frühling dazu ein, seine dann mit einem Krokusteppich bedeckten Almen zu besuchen. Aber nicht nur das, sondern wenn in den höheren Lagen noch Schnee liegt, ist er einer der ersten Berge, die dann schon bestiegen werden können und einen traumhaften Ausblick auf das Inntal und bis in die Zentralalpen bietet.. Aufgrund der einfachen Wanderung ist er auch bestens für einen Frühlingsausflug für die ganze Familie geeignet.

Zentraler Anlaufspunkt ist Nußdorf von wo man direkt starten kann und dann 900 Höhenmeter vor sich hat. Ich bin das jedoch gemütlicher angegangen und bin schon am Vortag angereist, um am kommenden Morgen mit dem Sonnenaufgang den Aufstieg zu beginnen. Dazu fuhr ich noch etwas in Richtung Samerberg und parkte auf dem ausgeschilderten Wanderparkplatz nur unweit vom Gasthaus Duft.

Morgendlicher Aufstieg zum Heuberg

Kurz nach 6 Uhr ging es bei wolkenlosem Himmel, aber einer noch sehr kalten Nacht los. Die Luft ist klar und alles still, bis auf die Vögel, deren Morgenkonzert wunderbar durch den Wald hallt. Die ersten Meter gehe ich durch schönen Mischwald, der bald dem dann vorherrschenden Nadelwald weicht und nach wenigen Minuten tut sich auch die erste Lichtung auf, mit Blick auf die hügelige Voralpenlandschaft, die durch die frühen Sonnenstrahlen in ein wunderbares Licht getaucht werden und noch letzte Nebelreste, die wie ein Schleier über der Landschaft liegen, darauf warten, von der erwachenden Sonne völlig aufgelöst zu werden.

Waldidylle beim Heuberg

Die anfängliche Forststraße wird bald abgelöst von wurzeldurchwachsenen Wanderpfaden durch den Nadelwald und nach baldigem Erreichen der Daffnerwandalm geht es ein Stück frei über die Almen und bald wieder steil berauf zurück in den Nadelwald. Ich komme zügig voran und erreiche schon nach 1 1/2 Stunden die letzten Meter zum gemütlichen Anstieg auf den Gipfel des Heubergs.

Auerhahn auf dem Gipfelkreuz des Heubergs mit Panorama

Hier bin ich nicht der Einzige, der die Wärme der ersten Sonnenstrahlen sucht, sondern ein Auerhahn, vermute ich, ist es, der direkt vor mir auf dem Gipfelkreuz sitzt und bis fast zuletzt nicht weichen mag. Das Panorama, ist gigantisch, vor allem wenn man bedenkt, dass ich mich nur auf einer Höhe von 1338 Metern befinde. Unter mir erstreckt sich das Inntal und im Süden sind die schneebedecken Zentralalpen zu sehen.

Wasserwand

Unmittelbar daneben und noch fast 30 Meter höher ist die eindrucksvolle Wasserwand, die ich besteige, bevor ich mein Frühstück nachhole und mich von dem Ausblick fast nicht mehr losreisen kann. Zum Aufstieg auf die Wasserwand sollte man schwindelfrei und trittsicher sein, auch wenn der Zustieg durch ein Seil abgesichert ist.

Baum beim Aufstieg zum Heubergt

Da ich noch so früh dran bin gehe ich noch auf den nur 15 Minuten entfernten und 1398 Metern hohen Kitzstein. Somit habe ich, lange bevor ich den ersten Wanderer ausmachen kann bereits 3 Gipfel(chen) bestiegen und mache mich an den Abstieg, der mich erstmal wieder zur Daffnerwandalm führt.

Krokusblüte am Heuberg

Dort ist es jetzt auch soweit, dass die Krokusblüten in der Sonne aufgegangen sind und ein wunderbares Bild bieten, das wohl so nur kurz im Jahr zu finden ist. Ich bin glücklich, dass ich die Tour noch rechtzeitig im Jahr geschafft habe.

Wasserfall im Fludersbach beim Heuberg

Jetzt geht es wieder bergab über die Triesdorfer Hütte und weiter, bis ich kurz vor dem Gasthaus Duft an den Wasserfällen des Flunderbaches vorbeikomme. Dort gibt es auch den Bierwaldlehrpfad, den man machen kann, um die Vorfreude auf das wohlverdiente Bier im Gasthaus Duft als gelungenen Abschluss zu genießen.

 

 

 

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