Musterhäuser wien

In Wien werden 45 Prozent des Wohnraums als sozial oder bezahlbar eingestuft, und die Menschen können bis zu 53.000 Euro im Jahr verdienen und sich für städtische und subventionierte Wohnungen qualifizieren. In den letzten 100 Jahren hat die österreichische Hauptstadt ein mittelgeprüftes Kosten-Miet-Wohnungsmodell entwickelt, bei dem die Mieten auf Bau- und Instandhaltungskosten statt auf Marktschwankungen basieren. Obwohl das Wiener Modell zu Recht gelobt wird, ist es kein Rezept gegen Armut. „Sozialer Wohnungsbau in Wien ist nicht nur für Arme oder Sehr Arme gedacht, sondern zum Teil auch für die Arbeiterklasse und zum Teil auch für die Mittelschicht“, sagt Christoph Reinprecht, Soziologe an der Universität Wien, gegenüber Equal Times. „Heute ist es für Geringverdiener sehr schwierig, in diese Kategorien einzusteigen. Es ist nicht ganz inklusive.“ Kurz gesagt: „Die Stärke des sozialen Wohnungsbaus trägt dazu bei, den sozioökonomischen Status eines großen Teils der Bevölkerung zu schützen, insbesondere derjenigen mit niedrigem Einkommen, also ja, sie schützt sie vor Armut, aber gleichzeitig sind sehr arme Menschen weiterhin einem erheblichen Risiko ausgesetzt, ausgeschlossen zu werden.“ „Es gab eine Knappheit an Land, und der Stadtrat von Dublin besitzt nur sehr wenig davon. Auch in Dublin sind die Baukosten sehr hoch. Der Stadtrat von Dublin braucht die Freiheit, weiteres Land zu kaufen, um ein neues Modell für Wohnraum für Dublin zu entwickeln, und es spielt eine große Rolle für die gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften, sich daran zu beteiligen.“ Wie Großbritanniens bemerkenswertes National Health Service wurde das Wiener Modell als Reaktion auf schwere Nachkriegsstreitigkeiten konzipiert. 1919, nach dem Ersten Weltkrieg, befanden sich die Wiener in einer Notlage, in der ganze Bevölkerung der Arbeiter- und Mittelschicht in Slums lebte. Extreme Zeiten erforderten eine extreme Lösung, und seit hundert Jahren hat Wien die Bereitstellung von nachhaltigem bezahlbarem Wohnraum zu einer politischen Top-Priorität gemacht. Laut Silke wechseln die Menschen in Dublin bereits vom Eigenheim auf Mietwohnungen – sei es aus Gründen des Lebensstils oder der Erschwinglichkeit. „Das Wiener Modell würde verlangen, dass wir Staatsgrundstücke identifizieren, auf denen wir für einen nachhaltigen Wohnungsmarkt mit langfristigen wirtschaftlichen Vorteilen aufbauen können“, fügte er hinzu. Mit der Land Development Agency ist die Wohnungsbaugesellschaft dabei, 105 Sozial- und 50 Mietwohnungen in Stepaside, Co Dublin, zu erwirtschaften.

Lindstrom nannte einige Beispiele für soziale Wohnungsbauprojekte in Wien, darunter das Kabelwerk und den Wohnpark Neue Donau. Das Kabelwerk-Projekt für sozialen Wohnungsbau, das auf einem alten Industriegelände mit einer Fläche von etwa 7 Hektar errichtet wurde, verfügt über insgesamt 1.004 Wohneinheiten, die auf verschiedene Wohnarten verteilt sind, darunter geförderte Mietwohnungen, subventionierte Eigentumswohnungen, Wohnungen für Flüchtlinge und Studentenwohnungen. Die Entwicklung umfasst Annehmlichkeiten wie Geschäfte, Restaurants, einen Kindergarten, Tagungsräume und einen Pool auf dem Dach, die die Lebensqualität der Bewohner verbessern. Der Wohnpark Neue Donau wird entlang der Donau über eine unterirdische Schnellstraße gebaut. Die Wohnblöcke bestehen aus insgesamt 850 Einheiten, die von subventionierten Mieten bis hin zu freimarktlichen Penthäusern reichen, und sind diagonal angeordnet, wodurch die Last des Gebäudes über das Schnellstraßendeck verteilt wird und die Wohnungen einen Flussblick bieten. Die Gebäude sind so gestaltet, dass sie in Richtung Fluss hinabsteigen, wodurch Dachterrassenwohnungen entstehen und die Bewohner einen nahe gelegenen Wohnpark genießen. Die Entwicklung verfügt über ein, zwei und drei Schlafzimmer Einheiten, und die Erdgeschosseinheiten haben wandgeschlossene private Gärten, die besonders für Familien mit Kindern geeignet sind. Die nahe gelegenen Annehmlichkeiten (Geschäfte, eine Schule, eine Kirche, ein Kindergarten) vermischen sich mit Bürohochhäusern und anderen Wohnvierteln – alles Teil eines Masterplans der Architekten Adolf Krischanitz und Heinz Neumann.

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