Everest summit in sunlight as sun sets

Kaipara-Merinos im Härtetest – Everest Region im Himalaya

November 2017 : Kaipara-Merinos im Härtetest – Everest Region im Himalaya

Ian ist seit 1995 als Bergsteiger, Kletterer und Expeditionsleiter im Himalaya unterwegs. Auf seiner Wanderung war er mit seinem Zwillingsbruder Gavin auf Extremtour rund um den Everest. Wir haben ihn mit unseren Merinos dafür ausgestattet. Mit im Gepäck waren das Merino Shirt Langarm (200g/m²), das Merino Shirt Kurzarm (150g/m²) und das Merino Zip Neck (200g/m²) – alle in der Slimfit Variante. Ebenso die Merino Boxershort und Merino 4/4 Leggings, das Beanie, Halstuch und das Stirnband im Warengewicht 200 g/m², sowie die Merino Socken von Veith aus dem Allgäu.

Und hier ist die Geschichte von Ian und seinem Bruder:

Island Peak 6189 m - der beliebteste Sechstausender im Everestgebiet

Drei Hochpässe in 11 Tagen

Los ging es in Katmandu, Nepal. Von dort flogen wir nach Lukla, wo unsere Wanderung startete. Bei unserer Tour rund um den Mount Everest überquerten wir drei Hochpässe, die über vier Täler miteinander verbunden sind. Von Imja Valley bis zum Everest Khumbu Valley über den Kongma La (5535m). Danach ging es über den Cho La (5420m) bis zum Gokyo Valley. Dabei überquerten wir denn längsten Gletscher im Himalaya, den Ngozumpa. Er erstreckt sich über eine Länge von 36 Kilometern. Weiter gingen wir über den Renjo La
(5360m) in das entgegengesetzte Thami Valley. Elf Tage voller Abenteuer in einer menschenleeren Landschaft, auf einer Route, die kaum bewandert wird. Hier haben wir die Kaipara-Merinos getestet.

Everest Region im Himalaja_1

Ein Härtetest waren die unterschiedlichen Klimazonen und extremen Temperaturschwankungen. Am frühen Morgen starteten wir teilweise bei minus zehn Grad Celsius. Tagsüber waren es dann bis zu plus 25 Grad Celsius. Nachts hatten wir durchweg Temperaturen im zweistelligen Minus-bereich.

Everest Region im Himalaja mit Ian

In den niedrigen Regionen (2800-3500m) trug ich das leichtere Merino Kurzarm Shirt (150g/m²) der Größe L. Es war angenehm zu tragen, nicht zu eng und nicht zu weit. Ab 3500 Metern und bei der Überquerung der Pässe Höhe trug ich, je nach Temperatur, das leichtere Merino Kurzarm Shirt (150g/m²) oder das wärmere Merino Langarmshirt (200g/m²) als Basisschicht und das Merino Zip-Neck (200g/m²) als zweite Schicht. Dazu die Merino Leggings und Merino Boxershort unter der Hose. Besonders praktisch waren auch das Merino-Beanie, Halstuch und Stirnband (jeweils in 200g/m²), die man je nach Sonne und Temperatur prima kombinieren kann. In der Nacht reichten die Merino-Leggings und ein Daunenschlafsack aus, um mich warm zu halten. Die Merino-Leggings sind wie eine zweite Haut und verrutschen durch den elastischen Bund nicht.

Ian und sein Bruder in Everest Region im Himalaja

Was haben wir im Vergleich zu anderen Merino Produkten bekannter Hersteller festgestellt?

Für mich war ein Hauptkriterium, dass sich die Merino Shirts im Tragekomfort unterscheiden. Man spürt die Nähte nicht, die hundertprozentige Merinowolle fühlt sich weich an und ist angenehm zu tragen. Man schwitz nicht und man friert nicht. Die Slimfit-Passform ist für mich (1,89 Körpergröße) perfekt. Gut finde ich, dass die Halsausschnitte nicht zu eng sind. Die Optik ist schön und schlicht. Wir haben die Shirts die gesamten elf Tage getragen ohne sie zu waschen. Sie rochen nicht und behielten ihre Passform ohne auszuleiern.

Gipfelglück am Island Peak im Himalaja

Es gibt eine enorme Auswahl an Outdoor-Kleidung. Für mich ist es wichtig, dass die Kleidung funktional ist, lange hält und auf weiteren Wanderungen nicht unbedingt gewaschen werden muss.

Kurzum: Wir waren mit den Kaipara-Merinos sehr zufrieden. Wir schätzen, dass Kaipara zu 100 Prozent auf Naturfasern setzt, nachhaltig und umweltfreundlich ist und nicht in Billiglohnländern, sondern Deutschland produziert wird. Deshalb werden wir auch bei unserer geplanten Besteigung des Mera Peak (6654m) 2018 wieder Kaipara-Merinos tragen.

November 2017 von Ian Pallister

Wer sich für Expeditionen und Reisen in den Himalaya interessiert, kann sich über treknepal.biz und expeditionhimalaya.com weiterführende Informationen einholen. Beide Webseiten sind Plattformen von „Expedition Himalaya Ltd.“, Nepals führende Organisation für Trekking und Hochgebirgstouren in Nepal, Tibet, Indien und Bhutan. Ian Pallister arbeitet hier als Berater, Geschäftspartner, sowie Reise- und Bergführer.

Merino T-Shirt Made in Germany

Wie wird ein Merino T-Shirt gemacht – Made in Germany?

Wer hat sich denn schon mal richtig Gedanken darüber gemacht, wie aufwändig es ist, ein einfaches Merino T-Shirt zu nähen? Wahrscheinlich die wenigsten und auch ich habe mir während meiner Zeit im Vertrieb in der Modebranche keine Gedanken darüber gemacht, ist doch ein T-Shirt das wohl einfachste Modell in der Reihe der Bekleidungsstücke – zumindest zum Schein.

Wie aufwändig es tatsächlich ist, ein „einfaches“ T-Shirt „Made in Germany“ zu nähen, will ich hier aufzeigen und habe dazu vor wenigen Wochen unsere Näherei im Erzgebirge besucht.

Die Erstellung des Schnittes für unser Merino T-Shirt liegt bereits hinter uns und wir schauen uns jetzt nur an, welche Arbeitsschritte in der Näherei anstehen:

1. Erster Schritt – das Erstellen eines Schnittlagenbildes
Unter einem Schnittlagenbild versteht man eine Vorlage aus Spezialpapier, die dazu dient, einzelne Schnittteile auf den Stoff zu übertragen und entsprechend zuzuschneiden. Unser einfachstes Merino T-Shirt hat mindestens 6 Einzelteile je Größe. Bei 5 Größen müssen also 30 Teile zugeschnitten werden.

Die Basis ist immer der Schnitt selbst, der entweder bereits im Computer erstellt wurde oder in Handarbeit und als Schnitt in Pappe oder Papier existiert. Früher wurde der Schnitt von Hand direkt auf den Stoff aufgezeichnet und dann ausgeschnitten. Heute werden die einzelnen Schnittteile bequem am Computer optimal angeordnet und dann auf ein Spezialpapier gedruckt.

Scannen der Schnittteile

Unsere Schnitte existieren noch nicht im Computer und müssen daher einzeln eingescannt werden. Sind die einzelnen Schnittteile einmal digital erfasst, wird daraus am Computer ein Schnittlagenbild erstellt. Dabei werden die Schnittteile auf Basis der tatsächlichen Stoffbreite so angeordnet, dass sie später möglichst verlustfrei zugeschnitten werden können, also möglichst wenig Luft zwischen den einzelnen Schnittteilen bleibt. Unsere Stoffrollen aus Merinowolle sind zwischen 130 cm und 165 cm breit und bringen dabei bis zu 20 kg auf die Waage. Auf eine Rolle gehen bis zu 70 Meter an Stoff.

Im Bild unten sehen wir jetzt das Schnittteil einer Mütze.

Digitale Bearbeitung des Schnittlagenbildes

Die am Computer angelegten Schnittlagenbilder werden auf Spezialpapier und riesigen Druckern gedruckt. Dabei gibt es zwei verschiedene Papiersorten – im Gegensatz zu einfachem Schnittmusterpapier besitzt Heißsiegelpapier eine Klebeschicht auf der Rückseite, mit welcher die Schnittmuster auf Stoff aufgebügelt werden können. Das breiteste Format liegt dabei bei 165 cm.

Ausdrucken des Schnittlagenbildes

2. Legen und Schneiden der Stoffrollen auf dem Legetisch
Legetische in den Nähereien können bequem 15 m und mehr lang sein. Hier werden dann die Stoffrollen aus Merinowolle auf die gewünschte Länge in mehreren Lagen ausgerollt. Die Anzahl der Lagen, die gelegt werden können, hängt unter anderem von der Dicke und der Beschaffenheit des Wollstoffes ab und ist abhängig vom Schneidewerkzeug der Näherei. Werden zu viele Lagen gelegt, verziehen sich die untersten Lagen und die Schnittteile sind nicht mehr akkurat.

4_Vorbereitung zum Ausrollen der Stoffe

Moderne Anlagen haben hierfür einen elektrisch geführten Schlitten, auf dem die Stoffrollen ohne Zug und Spannung auf dem Legetisch ausgerollt und nach jeder gelegten Lage automatisch abgeschnitten werden.

Dabei ist es sehr wichtig, dass die Stoffrollen auch tatsächlich ohne Zug und Spannung ausgerollt werden, denn die sehr dehnbaren Wollstoffe würden sich sonst nach dem Zuschnitt auf ihre ursprüngliche Größe zusammenziehen und wir hätten fehlerhafte Schnittteile.

Für faltenfreies Legen der Stoffe kann unterstützend Druckluft durch kleine Löcher in den Platten der Legetische geblasen werden. Dann schweben die Stoffe wie durch Zauberei auf einem kleinen Luftkissen. Trotzdem werden den Wollstoffen nach dem Legen und vor dem Zuschneiden zur Sicherheit noch eine kleine Ruhezeit gegönnt. Dabei werden die Stoffe nochmals penibel auf Webfehler oder sonstige Beschädigungen hin überprüft.

5_Legen und Schneiden der Wollstoffe

Sobald der Stoff auf die richtige Länge ausgerollt ist, wird er automatisch abgeschnitten und die nächste Lage kommt darüber. Unten im Bild sehen wir sehr genau wie das Messer den Stoff akkurat zerteilt.

6_Legen und Schneiden der Stofflagen

3. Zuschneiden des T-Shirts anhand des Schnittlagenbildes
Sobald die benötigte Anzahl an Stofflagen gelegt ist, wird das Schnittlagenbild auf die Stofflagen aufgebügelt, um zu verhindern, dass es sich verschiebt. Mit speziellen, sogenannten Stoßmessern, wird dann der Wollstoff zugeschnitten.

7_Zuschnitt des Wollstoffes

Und so sieht dann die Vorstufe zum T-Shirt aus. An den Schnittteilen lässt sich vielleicht schon erkennen, was es einmal werden soll. Doch bevor die Einzelteile zum fertigen Merino T-Shirt zusammen genäht werden können, müssen sie erst noch bedruckt werden.

Begutachtung des Zuschnitts

4. Bedrucken der Wollstoffe mit dem Größenlabel
Da es aufwändiger ist, das fertige T-Shirt mit dem Druck im Rücken zu versehen, wird dieser Arbeitsschritt vor dem Nähen gemacht. Dabei verwenden wir einen Transferprint bzw. Sublimationsprint. Hierbei wird im Vorfeld von einer Druckerei im Allgäu die Farbe auf einen Trägerstoff aufgedampft (sublimiert). Dieser Trägerstoff wird danach auf den Stoff gelegt und mit einer bestimmten Temperatur, Druck und Zeit mittels einer Presse (Transferpresse) auf den Stoff aufgebracht.

9_Auflegen des Transferprints

5. Ab jetzt wird endlich genäht
Wir haben jetzt bereits einige Produktionsschritte hinter uns, bevor auch nur eine Naht genäht wurde. In einer Näherei kommen verschiedene Nähmaschinen zum Einsatz, denn im Gegensatz zum Haushalt, wo alles mit einer Nähmaschine genäht wird, ist in der Industrie für jede Naht eine andere Spezialnähmaschine im Einsatz.

Im nächsten Bild sehen wir eine sogenannte „4-Nadel Armabwärtsnähmaschine“. Dahinter verbirgt sich die Nähmaschine für Flachnähte, wie wir sie an unseren Boxershorts, Leggings und an den Modellen mit Raglanarm verwenden.

Man sieht hier sehr schön, wie die beiden Stoffteile nebeneinander liegend vernäht werden, ohne dass die Stoffe überlappen und genau das macht eine Flachnaht aus. Sie ist viel flacher als eine normale Naht, wo die beiden Stoffteile übereinander liegen.

Gleichzeitig wird überschüssiger Stoff abgeschnitten und automatisch über die erkennbare Vorrichtung abgesaugt. Eine neue Flachnahtmaschine schlägt schnell mal mit weit über 10.000 Euro zu Buche und das erklärt auch sehr schnell, warum diese nicht im Haushalt steht.

10_Flachnahtmaschine

In einem weiteren Schritt, werden die Halsbündchen angenäht….

11_Halsbündchen werden angenäht

….und nachdem die Seitenteile zusammengenäht, die Arme eingenäht, Bündchen angenäht sind, werden zum Schluss in einem Extra Arbeitsgang noch die heraustrennbaren Pflegetiketten eingenäht.

12_Annähen des Pflegeetikettes

Zu guter Letzt werden die Nähte noch versäubert.

13_Versäubern der Nähte

 

6. Nun geht es in die Stickerei
Dieser Arbeitsschritt wird von einem Spezialisten gemacht, der zwar außer Haus ist, dafür aber in direkter Nachbarschaft, einen Ort weiter, wohnt.

14_Kaipara Stickerei

Nach dem Sticken wird versäubert, indem überflüssiges Garn abgeschnitten wird….

15_Versäuberung bei der Stickerei

……und zuletzt die unterlegte Vlieseline in Form geschnitten wird. Die Verwendung von Vlieseline bei Wollstoffen ist notwendig, um den Stoff im Bereich der Stickerei zu schützen.

Zuschneiden der Vlieseline

Danach geht es dann wieder zurück in die Näherei, wo letzte Hand angelegt wird, bevor sich das fertige Merino T-Shirt zu uns auf den Weg ans Lager macht – alles „Made in Germany“

7. Ab in die Qualitätskontrolle – Dämpfen, Zusammenlegen, Verpacken
Jetzt wird das fertige Merino T-Shirt nochmals in Augenschein genommen und bekommt für eine schöne glatte Optik etwas Dampf ab….

17_Ein letztes Dämpfen

…..wird zusammengelegt und eingepackt – fertig ist das Meisterwerk.

18_T-Shirt zusammenlegen und fertig

Nun hat unser fertiges Merino T-Shirt „Made in Germany“ viele einzelne Arbeitsschritte durchlaufen und ist durch unzählige Hände gegangen, bevor es endlich zum Verkauf im Lager liegt und in den Versand gehen kann.

 

Wie wir unseren Versand organisieren, können Sie in diesem Beitrag lesen:

Was wir für nachhaltigen Versand tun

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Die Sommerhitze ist da und warum luftig weite Merino T-Shirts dann besser funktionieren

Im Winter wollen wir uns vor Kälte und Wind schützen. Dann tragen wir unser Merino T-Shirt besser in enger oder zumindest schmaler Passform. Denn so bleibt die Wärme am Körper und kalter Wind kann uns so schnell nichts anhaben.

Doch im Sommer ist es genau umgekehrt. Bei großer Hitze darf das Merino T-Shirt bequem und luftig sitzen. So kommt auch mal ein frischer Luftzug unter das Shirt und die Verdunstungskälte, die über den Schweißfilm auf unserer Haut entsteht, versorgt uns mit willkommenen Kühlung.

Die nordafrikanischen Nomadenstämme machen es uns mit ihren Burnus vor. Dies sind traditionelle weite Gewänder aus Wolle, die ihren Träger vor Hitze bewahren.

Aber keine Sorge, auch das schmal anliegende Merino T-Shirt sorgt für Verdunstungskälte über den nach außen geleiteten Schweiß. Eben nur etwas schwächer, als bei der weiten und bequemen Variante.

 

Frühstück oberhalb des Donautales bei Hausen/Sigmaringen

Kaipara-Road-Trip meets Work-Life-Balance

Arbeiten und Urlaub machen – unser Kaipara-Road-Trip war ein Experiment, um beides zusammen zu bringen, denn unseren Versand machen wir noch in Eigenregie und ohne Mitarbeiter. Gemeinsamer Urlaub ist somit aktuell nicht denkbar. Unsere deutsche Variante zu „work and travel“.

Im August waren wir dann gemeinsam 3 Wochen mit unserem VW-Bus und einem Anhänger voller Ware in Deutschland unterwegs und haben alle Bestellungen von unterwegs aus verschickt. Das geht einwandfrei, wenn man Internet-Empfang hat und nicht gleich in den ersten Tagen die Druckerpatronen leer sind. Die Ersatzpatronen hatten wir natürlich Zuhause liegen!

Gestartet sind wir von unserer Homebase in Donauwörth. Entgegen unseres ursprünglichen Planes, uns über die Klettergebiete in den deutschen Mittelgebirgen zur Mecklenburgischen Seenplatte und weiter bis an die Küste vorzuarbeiten, sind wir dann doch im Süden hängen geblieben. Zunächst haben wir Station im Allgäu für ein paar Bergtouren gemacht und uns dann im Dreieck zwischen den Allgäuer Bergen, der Frankenjura und dem Elsass bewegt. Wandern, Klettern und Relaxen war die Vorgabe.

Das schöne Wetter hat uns das Reisen sehr leicht gemacht und ein Rythmus für die Versandtage war schnell gefunden. Die Arbeit geht also auch mobil – zumindest eine Zeit lang  – und hat uns einen schönen gemeinsamen Sommerurlaub beschert. Die einzelnen Stationen waren dann: Donauwörth – Pfronten (Wandern) -Tübingen – Hausen im Donautal (Klettern) – Hinterstein (Wandern und Klettern) – Kleinziegenfelder Tal (Franken zum Klettern) – Karlsruhe – Elsass (Klettern) – Donauwörth.

Einziger Wermutstropfen war die ständige Sorge, dass uns der Anhänger gestohlen oder über Nacht ausräumt werden könnte, was aber glücklicherweise nicht der Fall war.

Fazit: Deutschland ist ein super Reiseland mit vielen schönen Ecken, die es wert sind besucht zu werden. Und für uns war das wirklich eine schöne Gelegenheit für gemeinsamen Urlaub. Das könnte auch ein Lebenskonzept werden, denn was haben wir schon gesehen in 3 Wochen? Wir haben es ja nicht mal über die Linie Frankfurt geschafft 😉

 

Ponten und Bschießer Hinterstein

PONTEN (2.045 M) UND B’SCHIEßER (2.000 M) – WANDERUNGEN VOM BERGSTEIGERDORF HINTERSTEIN

Wanderung zu 2 Allgäuer Aussichtsgipfeln mit Einkehr in 2 bewirtete Almen

Ursprünglich war das Wochenende als Einstieg in die Allgäuer Kletterfelsen gedacht. Nachdem wir jedoch morgens in Hinterstein bei wolkenlosem Himmel und sensationellem Bergpanorama aufwachten, war schnell klar, dass es ein Wandertag werden würde.

Zwar hatten wir Kartenmaterial aus der Region dabei, aber ausgerechnet nicht von hier. Somit haben wir uns dann, kurzer Hand aus dem Bauch heraus, an den am obersten Parkplatz in Hinterstein aufgestellten Hinweisschildern mit Zeitangaben orientiert und uns für den Weg auf den Ponten entschieden.
Was wir hier noch nicht wussten, dass wir an diesem heißen Sommertag unsere Badesachen für die Tour gebraucht hätten.

Ponten und Bschießen Hinterstein

Blick auf Willersalpe

Nach den ersten Metern in direkter Sonne, waren wir glücklich, dass es dann bald durch Schatten spendenden Wald auf schmalen Pfaden nach oben ging. Nach den ersten ca. 600 Höhenmetern haben wir auch schon unsere erste Etappe erreicht – die Willersalpe. Diese wird von drei Brüdern bewirtschaftet, verfügt über ein Bettenlager und ist sehr urig. Der gesamte Bedarf für die Hütte wird aufwendig mit Pferden nach oben gebracht. Unbedingt zu empfehlen ist der in der Sennerei selbstgemachte Bergkäse. So ist der Weg nach hier oben, alleine schon wegen des Käses lohnend.

Blick vom Zirleseck

Blick vom Zirleseck

Nach kurzer Erfrischung geht es für uns steil hinauf zum Zirleseck, das einen ersten Rundumblick zu den benachbarten Bergenspitzen und ins Tannheimer Tal bietet. Weiter geht es erstmal durch flache Latschen etwas entspannter zum Ponten. Erst ab der Abzweigung zum Ponten geht es dann steil zum Gipfel hinauf, der aber mit einer gigantischen Aussicht belohnt.

Steiler Aufstieg zum B'schießer

Steiler Aufstieg zum B’schießer

Danach steigen wir Richtung B’schießer wieder ab und dürfen nochmals den kräftigen Gegenanstieg zum zweiten Gipfel des Tages in Angriff nehmen, um auch hier eine nicht minder fantastische Rundumsicht zu genießen.

Saftige Bergwiesen vor der Zipfelsalpe

Saftige Bergwiesen vor der Zipfelsalpe

Jetzt geht es zuerst durch Geröll und dann durch saftige Bergwiesen zum letzten Stop – der Zipfelsalpe.  Durstig von der Anstrengung in der Sonne freuen wir uns auf das erste Weizen – natürlich nur um unseren Elektrolythaushalt wieder aufzufüllen. Jetzt ist uns auch ein Schattenplatz unter dem Sonnenschirm sehr lieb. Dazu gibt es zünftige musikalische Untermalung durch zwei Musikantinnen am Akkordeon. Wie heißt es so schön: „Für den der es mag, ist es das größte“.

Ein Wasserfall lädt zum erfrischenden Bad ein - der perfekte Abschluss

Ein Wasserfall lädt zum erfrischenden Bad ein – der perfekte Abschluss

Für uns geht es dann erst angenehm flach weiter, bevor es immer steiler in Serpentinen hinunter nach Hinterstein geht. Dort werden wir dann auch schon bald vom Rauschen eines Bergbaches, der sich über Wasserfälle nach unten stürzt, begleitet.

Hier gibt es dann auch die Möglichkeit sich von der Hitze des Tages unter dem Wasserfall in die kalten Fluten des Bergbaches zu schmeißen, um den Schweiß und die ganze Anstrengung des Tages abzuspülen. Was für ein unerwarteter und genialer Abschluss.

Fazit:

Eine herrliche Wanderung, die mit ca. 1350 Höhenmetern etwas Ausdauer erfordert, aber eine herrliche Bergwelt mit fantastischen Aussichten bietet. Durch die Möglichkeit an zwei bewirteten Almen rast machen zu können, reduziert sich das Gewicht des Rucksacks, um das ansonsten nötig gewesene mehr an Proviant.

Quick-Infos zur Wanderung:

  • Ausdauernde Tour, für die eine gewisse Kondition und Ausdauer notwendig ist.
  • Technisch einfach, jedoch teilweise etwas ausgesetzt, wo auch Trittsicherheit gefragt ist.
  • Aufgrund der Länge ist eine entsprechende bergtaugliche Bekleidung erforderlich. Festes Schuhwerk ist obsolet.
  • Ausgangspunkt: Parkplatz Ortsende Hinterstein (867 m)
  • Höchster Punkt: Ponten (2.045 m) und B’schießer (2.000 m)
  • Höhenmeter: ca. 1350 m
  • Dauer: ca. 6 Stunden

Weitere Infos bietet auch die Gemeinde Hinterstein unter: www.hinterstein.de

titelbild_schafschur

Wo kommt die Wolle her – zu Gast bei einer Schafschur mit Kaipara

Zur diesjährigen Schafschur bei der Schäferei von Steffi Regel in Hainsfarth im Donau-Ries, durfte ich live dabei sein. Steffi züchtet nur Merinoschafe auf ihrer „Schafranch“ und diese werden, wie überall auf der Welt, nach der gleichen Technik geschoren. Daher bin ich jetzt auch hier und nicht im weit entfernten Neuseeland.

Die Schafschur findet immer zwischen Februar und Juni statt und die Merinoschafe haben bereits eine stattliche Menge an Wolle am Körper. In der Regel sind das in etwa 3-4 kg Wolle und jetzt wo der Frühling kommt, sind sie froh, wenn sie diese nicht unnötig umhertragen müssen und unter ihrem Pelz schwitzen. Unser Maskottchen „die kleine Kaipara Klara“ ist in diesem Jahr noch nicht dabei, da sie zu jung dafür ist.Weiterlesen …

Unser Kaipara Maskottchen

Kleine Kaipara Klara – endlich hat unser Lämmchen und Maskottchen einen Namen

Kleine Kaipara Klara soll sie heißen. Dank unserer treuen Facebook-Fans hat unser Kaipara-Maskottchen nun endlich einen Namen und Cornelia Petzold, im Rahmen der Verlosung unter allen Teilnehmern, ein Kaipara Merino Shirt gewonnen. Sie/Er wird noch separat von uns benachrichtigt, aber hier schon mal herzlichen Glückwunsch.

Das kleine Lämmchen, das am 20.12.2015 das Licht der Welt erblickt hat, also am 4. Advent und somit fast ein echtes Christkind, ist jetzt immerhin auch schon über 3 Wochen alt.Weiterlesen …

Nachhaltige Versandmaterialien von Kaipara - Merino Sportswear

Was wir für nachhaltigen Versand tun

Der Umwelt zuliebe ist nachhaltiger Versand aus recycelbaren Versand- und Produktverpackungen schon heute für viele Kunden beim Kauf in Onlineshops und Versendern ein Kriterium, das kaufentscheidend sein kann oder zumindest von wachsender Bedeutung ist.

Wer kennt nicht die Situation wenn die ersehnte Lieferung kommt und nach dem Auspacken der gesamte Mülleimer mit unliebsamem Verpackungsmaterial voll ist. Versandverpackung, Füllmaterial und Produktverpackung nehmen oft ein vielfaches des Platzes ein, der nötig gewesen wäre.Weiterlesen …